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Neue gesetzliche Regelungen für die Anwendung von Antibiotika in der Tiermedizin

Nach einer Änderung des Gesetzes bestehen seit einigen Wochen für die gesamte Tiermedizin (eingeschlossen ist ausdrücklich die Behandlung von Hunden und Katzen) Einschränkungen bei der Anwendung bzw. Auswahl von antibiotisch wirkenden Substanzen (Antibiotika).

Viele Wirkstoffe dürfen ausdrücklich nur noch nach Anfertigung eines Keimnachweises mit Wirkungsnachweis für den entsprechenden Wirkstoff verabreicht werden.

 

Es soll dadurch eine verbesserte Resistenzlage für Antibiotika in der Humanmedizin erreicht werden.

 

Sollte also bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze in Zukunft der Einsatz eines Antibiotikums notwendig sein, müssen wir eventuell einen Keimnachweis mit Antibiogramm durchführen, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

 

Dadurch entstehen leider auch zusätzliche Kosten. Wir werden mit Ihnen im Einzelfall besprechen, ob wir den Einsatz eines Antibiotikums, welches der neuen Regelung unterliegt, für notwendig erachten.

 

Die neue Gesetzes-Regelung wurde trotz des intensiven Widerstandes der Tierärzte-Verbände verabschiedet. Leider sind dennoch auch die Tierärzte mitverantwortlich an der neuen Gesetzgebung, vor allem durch den unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren. Auch der aus medizinischer Sicht abzulehnende Einsatz von sogenannten Leistungsförderern (hier handelt es sich meist um niedrig dosierte antibiotische Wirkstoffe) in der Schweinemast ist ein anderer Grund für die Verschärfung des Gesetzes.