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Kastration der Hündin: Ja oder Nein?

Nachdem älteren wissenschaftlichen Studien vor allem auf den “schützenden Effekt” der Frühkastration (vor der 2. Läufigkeit) bezüglich des Risikos für Gesäugetumore hingewiesen haben, sagen neuere Studien, daß zumindest bei einigen Rassen die Kastration ein leicht erhöhtes Risiko für manche andere Tumore mit sich bringt. Wie so oft in der Medizin sollte eine Enscheidung individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Auch das Risiko für eine kastrationsbedingte Inkontinenz (Harnträufeln) ist sehr von der Rasse abhängig.

Die wichtigsten Vorteile der Kastration der Hündin sind:
- Wegfallen der Läufigkeit und damit der Gefahr einer ungewollten Trächtigkeit
- Wegfallen der gefahr einer Gebärmutterentzündung, einer Gebärmuttervereiterung oder von Gebärmutter- oder Eiserstockstumoren.
- verminderte Diabetes-Gefahr
- Frühkastration mit verminderter gefahr von Gesäugetumoren
- Vermeidung von “Scheinträchtigkeit”(Lactatio sine graviditate/ Milchbildung ohne Trächtigkeit)
- insgesamt (statistisch) etwas höhere Lebenserwartung

Die wichtigsten Nachteile:
- Bauchhöhlenoperation mit OP- und Narkoserisiko
- bei manchen Rassen leicht erhöhte Gefahr von manchen Tumoren
- bei manchen Rassen erhöhte gefahr von Kreuzbandrissen (nur beim Golden Retriever untersucht)
- erhöhte Gefahr von Harninkontinenz (vor allem größere Rasse/Hunde > 15 kg)

Wir beraten Sie gerne spezifisch abgestimmt auf Ihre Hündin.

Tipps für die Winterzeit:

Während der Frostperioden wird auf vielen Wegen Salz gestreut. Um die Pfoten Ihres Hundes zu schützen und Reizungen der empfindlichen Zwischenzehenhaut zu vermeiden, sollte Sie nach dem Spaziergang die Pfoten kurz mit Wasser abspülen.